Rom – Mai 2016

Rom – die ewige Stadt – auf den Spuren der Illuminaten

Martinas Wunsch war es schon lange, einmal einen Trip nach Rom zu machen. Was lag da näher, als einfach mal mitzufahren. Schließlich war ich auch noch nie da.

Das war auch der Grund, warum wir diesmal nichts alleine gebucht, sondern uns in die Hände eines Reisebüros gegeben haben. Die Wahl viel diesmal auf das Reisebüro Velmer in Werl, wo ich sehr kompetent beraten wurde.

Flug mit Germanwings ab Köln nach Rom-Fiumicino, die Hotelwahl fiel nach der guten Erfahrung in London wieder auf die Holiday Inn Gruppe. Diesmal auf das Holiday Inn Express San Giovanni.

https://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g187791-d313193-r373621825-Holiday_Inn_Express_Rome_San_Giovanni-Rome_Lazio.html#CHECK_RATES_CONT

Eigentlich wollten wir von Samstag bis Dienstag unterwegs sein. Wir hatten aber am Freitag Nachmittag ganz spontan Lust, bereits einen Tag früher nach Köln zu fahren und noch einen schönen Abend am Rhein zu verbringen. Fix noch von zu Hause ein Hotel ausgesucht und gebucht und los gings.

https://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g187371-d234469-r373623827-CityClass_Hotel_Caprice_am_Dom-Cologne_North_Rhine_Westphalia.html#CHECK_RATES_CONT

Parken am Heumarkt, übernachten am Dom, essen am Rhein und am nächsten Morgen nach einem überragenden Frühstücksbuffet ausgeruht und ohne Zeitdruck zum Flughafen. Das war eine gute Idee!

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Vom Parkhaus 3 zum CheckIn von Germanwings ist es zwar ein ordentlicher Marsch quer durch das Terminal, aber wir wurden mit einem ruhigen Flug nach Fiumicino belohnt.

Ich hatte mich im Vorfeld schon erkundigt, wie man von dort in die Stadt kommt. Es gibt den Leonardo Express, der für teures Geld direkt vom Flughafen zum Bahnhof Termini fährt, oder aber den Regionalzug, der einen für 8 Euro zum Bahnhof Tuscolana bringt. Und genau da lag unser Hotel.

Wie wir bald feststellen durften, war unsere Terasse auch nur durch eine Mauer von den Gleisen getrennt. Letztendlich aber nicht tragisch, da wir immer müde ins Bett gefallen sind und morgens sowieso früh raus wollten. Man sollte es nur wissen, wenn man da buchen will. Ansonsten gibt es beim Hotel nichts zu meckern, auch die nächste U-Bahn Station war keine 10 Gehminuten entfernt.

Wenn ihr also mal da seid, nehmt die Regionalbahn. Damit macht man nichts falsch.

Nach 45 Minuten waren wir am Hotel und konnten das Zimmer sofort beziehen. Schnell waren wir startklar, die Stadt zu entdecken. Ein guter Reiseführer ist wohl unersetzbar, wenn man sich dort noch gar nicht auskennt. Wir hatten den vom Michael Müller Verlag und kamen damit sehr gut klar.

Der erste Weg führte uns zum Trevi-Brunnen. Ein tolles Bauwerk, aber die Menschenmassen dort erschlagen einen. Wir sind im Laufe der Zeit des öfteren daran vorbei gelaufen, manchmal waren etwas weinger Leute da, voll war es aber immer. Trotz aller Schönheit des Brunnens: durch die vielen Besucher hatte ich schon den Eindruck, dass hier gleich die Fütterung der Seehunde zu bestaunen sei.

Trevi Brunnen

Direkt nebenan war eine kleine Eisdiele. Die Chance ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Die Gerüchte stimmen: das Eis dort ist viel besser als hier. Vielleicht liegt das aber auch nur an der Urlaubsstimmung.

Nächstes Ziel war das Pantheon. Auf dem Weg dahin kamen wir an der Kirche Maria Magdalena vorbei. Von außen ein recht unscheinbarer Bau, aber davon haben wir uns nicht beirren lassen und das war ein guter Gedanke. Von dem Prunk wurde man fast erschlagen.

Maria Magdalena

Kurz danach haben wir das Pantheon erreicht. Die Schlange davor hat uns aber abgehalten, selber mal reinzugehen. Ich habe nur versucht, von außen einmal reinzufotografieren.

Pantheon

Das Foto unten links habe ich aus einem Lokal heraus geschossen. Wir hatten Lust auf eine Pause und ein Gläschen Wein. Eine sehr kostspielige Entscheidung! Zwei Gläser Wein à 9,– € und eine Flasche Wasser à 4,– €. So lernt ein Dorfkind mal wieder die Großstadtpreise kennen 😉

Anschließend wollten wir noch zur Piazza Navona mit dem berühmten 4-Ströme-Brunnen, der die damals bekannten vier Erdteile symbolisieren soll. Insgesamt sind drei Brunnen auf dem Platz. Überall Musik, fliegende Händler und Seelenfänger, die dich in ihr überteuertes Lokal quatschen wollen.

Piazza Navona

Abends haben wir uns dann noch mit einem Gläschen in das Atrium des Hotels gesetzt und den schönen Tag Revue passieren lassen. Morgen sollte es zum Colosseum und Forum Romanum gehen. Wir ahnten noch nicht, was da auf uns zukommen sollte.

Der Sonntag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Allerdings ist das die Mahlzeit, die die Römer nicht besonders schätzen. Das Buffet war in Ordnung, mehr aber auch nicht. In Rom geht man halt mehrmals am Vormittag in ein Café.

Mit der U-Bahn ging es zur Station Colosseo. Verlässt man die Station, bleibt einem der Atem stehen. Das ist der Blick:

Colosseum

Allerdings lernt man da auch sofort eine weitere Besonderheit der Stadt kennen, auf die ich euch hier unbedingt hinweisen will. Zu Hunderten laufen da Ticketverkäufer rum, die dich auf italienisch, englisch, deutsch, französisch, spanisch, polnisch, russisch und welche Sprache auch immer dazu bringen wollen, unbedingt bei ihnen ein Ticket für die jeweilige Sehenswürdigkeit zu kaufen. Das war nicht nur hier so, sondern wirklich überall, wo man anstehen musste. Angeblich wären das alles Karten, bei denen man nicht in der Schlange stehen muss, sondern direkten Zugang hätte. Lasst es sein! Die Schlangen an der regulären Kasse waren nur unwesentlich länger als die, für die Besucher mit vorgekauften Tickets. Wirklich seriös sahen diese Herrschaften auch nicht aus.

Bevor es mit Fotos weiter geht, noch ein Tipp. Die Eintrittskarten für das Colosseum und das Forum Romanum sind Kombitickets und die Schlange am Forum ist deutlich kleiner als die am Colosseum. Also stellt euch da an. Wir wussten das nicht und haben es anders herum gemacht. Schlimm war das aber auch nicht. Nach nicht mal einer halben Stunde waren wir drin.

In dem Colosseum fühlt man richtig, dass man historischen Boden betritt. Eine Geschichtsstunde erspare ich euch hier an dieser Stelle. Das kann jeder nachlesen, der sich dafür interessiert. Ich lasse lieber ein paar Bilder sprechen.

Danach haben wir es erstmal den Römern nach gemacht und sind oberhalb der U-Bahn Station in ein Café gegangen und haben den leckeren (wirklich!) italienischen Kaffee genossen, bevor es über eine alte Römerstraße

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zum Forum Romanum gegenüber ging.

Ich hatte gestern Abend die lustige Idee, wir besuchen Vormittags das Colosseum und Forum Romanum und Nachmittags den Petersdom. Wie naiv! Alleine im Forum Romanum hätten wir Tage verbringen können. Glücklicherweise hat sich Martina des Reiseführers angenommen und alles, was wir aus Infotafeln nicht entnehmen konnten, hat sie mir vorgelesen. Ein Luxus, den ich da genossen habe!

Auch hier erwartet bitte keine Geschichtsstunde. Das würde den Rahmen dieses kleinen Blogs sprengen. Fahrt hin und staunt!

HInauf ging es zum Palatin, einem der sieben Gründungshügel Roms und der älteste bebaute.

Palatin

Auf der anderen Seite wieder herunter, verlässt man das Forum Romanum und kommt zum Circus Maximus. Genau! Dem berühmten Schauplatz vom Wagenrennen in dem Film Ben Hur. Allerdings ist davon heute so gut wie nichts mehr vorhanden. Die Römer nutzen den Platz für politische Kundgebungen oder Feiern, wenn sie mal wieder Fußball-Weltmeister geworden sind. Dieses Jahr werden sie da nichts zu feiern haben. Europameister wird ein anderer. Da lege ich mich fest!

Circus Maximus

Im Forum Romanum konnte man schon das Kapitol sehen. Allerdings nur von hinten und wir wollten auch mal die Vorderseite sehen. Auf dem Weg dahin haben wir dem Bocca della verita noch einen Besuch abgestattet. Ich schreibe diesen Reisebericht im 10-Finger-System. Es ist also alles gut gegangen 😉

Bocca

Kurz vor dem Kapitol haben wir noch einen Schlenker durch die nächste Kirche gemacht, direkt neben Romolus und Remus. Wir wurden durch einen Sicherheitsbeamten freundlich aber bestimmt, dass wir am Rand bleiben soll, da gleich eine Hochzeit stattfindet. Die wollten wir natürlich nicht stören und haben gleich wieder kehrt gemacht. Allerdings nicht, ohne den auch hier vorhandenen Prunk zu bestaunen.

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Das Kapitol ist lag dann quasi um die Ecke. Wie fast alles hier: imposant!

Kapitol

Der anschließende Besuch der Spanischen Treppe entpuppte sich dann doch als kleine Enttäuschung. Baustelle und keine Mensch saß da. Wir dann leider auch nicht.

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Wir sind dann noch ein wenig durch das Einkkaufsviertel dort geschlendert und haben dann in unserem ausgekorenen Lieblingsviertel, zwischen Pantheon und U-Bahn Station Barberini/Fontana di Trevi, nach dem ganzen optischen und geistigen Genuss noch was für das leibliche Wohl zu tun und den kommenden Tag zu planen. Es soll zum Petersdom gehen.

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Schon kurz nach der U-Bahn Station war er zu sehen: San Pietro.

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Und schon kurz nach der U-Bahn waren sie wieder da: die netten, multilingualen Herren und Damen, die uns wieder die besten Tickets von Rom, ach was, von der ganze Welt verkaufen wollten. Direkt vor dem Petersdom waren wir aber erstmal ratlos, wie und wo es überhaupt weitergehen sollen. Also haben wir uns von einem dieser Tickethändler ausgiebig beraten lassen und sind dann wieder auf eigene Faust los. Ich entschuldige mich hier in aller Form für das Ausnutzen!

So haben wir aber erfahren, dass die Besichtigung von Peterspaltz und Petersdom kostenfrei ist und lediglich für die vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle Eintrittskarten gekauft werden müssen. Also zunächst mal ab zum Eingang Petersplatz und brav in die Schlange gestellt, um wie am Flughafen durchleuchtet zu werden.

Petersplatz

Aber auch hier war alles gut organisiert und wir waren schnell durch.

Petersplatz2

Nach einer kurzen Orientierung, haben wir uns entschlossen, dem Pabst zunächst aufs Dach zu steigen. Zwei Möglichkeiten gibt es, in die Kuppel zu kommen. Entweder mit dem Aufzug oder zu Fuß. Wir haben uns für die Treppe entschieden, zumal auch die Aufzugfahrer die letzten 250-300 Stufen laufen müssen.

Von der Zwischenstation (Aufzugende)

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geht es zunächst in die Kuppel weit oberhalb des Kirchenschiffs.

Petersdom

Von da aus geht es immer steiler und enger bis weit über die Dächer der Stadt. Ein grandioser Ausblick.

Petersdom2

Unten wieder angekommen, sind wir zunächst in die Gruft, wo die Gebeine der früheren Päbste liegen und kamen anschließend in die eigentliche Kirche. Alles sehr prunkvoll, inklusive Grab des Petrus.

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Aber wir sind halt nicht in diesem Glauben verhaftet und hatten irgendwann auch genug gesehen.

Nächstes Ziel: Die Engelsburg. Aber nicht, ohne mal wieder den leckeren Kaffee zu genießen. Kann es eigentlich sein, dass es zwei Preise gibt? Einen für Einheimische und einen für Touristen? Eigentlich ist das im Schatten des Petersdoms doch undenkbar, oder?

Auch die vielen bettelnden alten Damen rund um den Petersplatz passen eigentlich nicht ins Bild. Aber ich will hier nicht ins Schimpfen kommen.

Die Engelsburg

Engelsburg

und die dazugehörige Brücke

Engelsbrücke

Wir haben kurz nach unserer Rückkehr aus Rom den Film Illuminati mit Tom Hanks gesehen und waren erstaunt, dass wir an all den Plätzen, an denen der Film spielt und die Leichen gefunden werden, selber waren.

Abends sind wir dann nach in einem kleinen aber feinen Restaurant in unserem Lieblingsviertel sehr gut essen gewesen. Ein idealer Abend, diesen tollen Trip ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag ging es mit der Regionalbahn wieder zum Flughafen und Germanwings brachte uns sicher und pünktlich wieder nach Köln.

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